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| Österreichische Bundeshymne |
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Bundeshymne, österreichische, nach der staatlichen
Wiedergeburt Österreichs 1946 durch einen Wettbewerb geschaffen. Der Text stammt von P.
von Preradovic, die Melodie wurde dem Freimaurer-Bundeslied "Brüder, reicht die Hand
zum Bunde", das lange Zeit W. A. Mozart zugeschrieben wurde, entnommen; die
Bundeshymne wurde mit 25. 2. 1947 offiziell eingeführt.
Vorläufer der Bundeshymne war die Kaiserhymne, die aus patriotischen Gründen in der
Krisensituation der Französischen Revolution und der Koalitionskriege angeregt worden
war; diese Hymne, komponiert von J. Haydn auf einen Text von L. L. Haschka, wurde am 12.
2. 1797 erstmals abgesungen; die Melodie blieb nach dem Tod Kaiser Franz´ I. gleich, der
Text wurde variiert (1835-48 wurde ein Text von J. C. Zedlitz verwendet, 1848 wieder der
alte Text eingeführt). 1854 wurde der bis zum Ende der Monarchie gültige Text von J. G.
Seidl ("Gott erhalte, Gott beschütze") eingeführt, der den Kaiser nicht mehr
namentlich nannte. Die von W. Kienzl und K. Renner 1920 verfasste Hymne der 1. Republik
("Deutsch-Österreich, du herrliches Land") konnte sich wegen der unsanglichen
Melodie nicht durchsetzen; außerdem erwuchs ihr in der Kernstock-Dichtung ("Sei
gesegnet ohne Ende"), die auf der Melodie der alten Haydn-Hymne gesungen wurde, sehr
bald Konkurrenz (1929 wurde Letztere zur offiziellen Bundeshymne erklärt). |
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| Max Schönherr |
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| Bild a) |
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Bild b) |
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| Bereits im Anfangsstadium des Rundfunks begleitete der
Dirigent Max Schönherr (1903 Marburg/Drau - 1984 Baden bei Wien), vom Musiktheater
kommend, die Radiohörer mit Bearbeitungen klassischer Unterhaltungsmusik, deren
Originalinstrumentation a priori aktuellen Bedingungen angepaßt wurde. Als Komponist
international rezipiert und bekannt für seine moralische Haltung während der NS-Zeit,
erhielt er 1947 den Auftrag zur Bearbeitung von Mozarts Melodie für die Österreichische
Bundeshymne (Beispiel). Seine eigene Musik tendiert zu symphonischer Unterhaltung,
Atonalität hielt er als Medien-Fachmann für problematisch; seine Tätigkeit als junger
Dirigent (Abbildung a, Max Schönherr in jungen Jahren) umfaßte alle Bereiche, nach dem
2. Weltkrieg war vor allem sein umfassendes Wissen über gehobene Unterhaltungsmusik
gefragt und im Ruhestand absolvierte er das Studium der Musikwissenschaft. Abbildung b)
zeigt ihn als Dirigenten im Wiener Musikvereinssaal. (M. Saary) |
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© Ton: 1948, Schönherr-Archiv, Interpreten: Großes
Wiener Unterhaltungsorchester, Max Schönherr (Leitung).
© Bild: Elisabeth Schönherr |
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