Dachstein
Der Dachstein ist mit 2996 m der höchste Gipfel der nördlichen Kalkalpen im weiten Umkreis und auch der höchste Berg der Steiermark. Er liegt im äußersten Süden Oberösterreichs an der Grenze zur Steiermark, unweit jener zu Salzburg. Durch seine exponierte Lage zwischen Hallstätter See, dem Tal (Tropfstein) der Traun, dem breiten Ennstal und einigen nur niedrigen Pässen hat er großen Einfluss auf das lokale Wetter. Der höchstgelegene Teil des Massivs hat drei Gipfel und wird von drei Gletschern gesäumt. Es ist touristisch durch einige Seilbahnen erschlossen. Die berühmte steile und breite Südwand zieht zahlreiche Kletterer an. Das gesamte Dachsteinmassiv umfasst etwa 20 x 30 km mit Dutzenden Gipfeln über 2500 m, deren höchste im Südwesten und Süden liegen: Torstein 2948m, Mitterspitz 2925m, Hoher Dachstein 2996m; Hoher Gjaidstein 2800m und Koppenkarstein 2863m. Die drei großen Eisflächen sind der Gosaugletscher, Hallstätter- und Schladminger Gletscher. Nach Osten schließt sich die große Karsthochfläche "Auf dem Stein" an, die weiter östlich in das Kemetgebirge
(Stoderzinken, Kammspitze) übergeht. Im Westen geht das Dachsteinmassiv in den schroffen Gosaukamm über, dessen isoliert stehende Bischofsmütze (2500m) trotz ihres brüchigen Gesteins zum Klettern sehr beliebt ist. Im allgemeinen herrscht jedoch der weit verbreitete Dachsteinkalk vor, der auch in den südlichen Kalkalpen, z.B. den Südtiroler Dolomiten, steile Wände bildet. Im Norden des Massivs, im Einzugsgebiet der Traun, liegen die bekannte Riesen-Eishöhle und die Koppenbrüller Höhle
Landeshymne - Eine kleine Geschichte
Eigentlich sollte mit "Der Steirer Land" nur das 25-jährige Bestandsjubiläum der Steiermärkischen Landwirtschaftsgesellschaft gefeiert werden, doch schon bald sollte das Lied zur steirischen Landeshymne werden...

Der Grazer Buchhändler Jakob Dirnböck (1809-1861) verfasste im Jahre 1844 anlässlich des Jubiläums das Gedicht "Der Steirer Land" und der Grazer Domorganist Ludwig Carl Seydler (1818-1888) komponierte dazu die Melodie. Zwar trugen die beiden Künstler das Lied nach dessen Uraufführung beim Festbankett zu einem Verleger, doch ob seines zehnstrophigen Textes und der nicht sehr einprägsamen Melodie hatten sie keinen Erfolg. Den Leuten schien das Lied jedenfalls zu gefallen und so wurde es mündlich weitergetragen - und das weit über die Grenzen der Steiermark hinaus.
Der Text wurde einfach der jeweiligen Region angepasst und so sang man beispielsweise

in Tirol
Hoch am Ötztal drob'n,
"wo da Gamsbock steht..."
im deutschen Baden
"Von des Rheines Strand,
"wo die Rebe blüht..."
und im Norden Deutschlands
"Von der Ostsee Strand,
"wo die Möwe zieht..."

Auch in der Steiermark entsann man sich aber immer wieder der Originalfassung des Liedes, die bei zahlreichen Veranstaltungen ertönte. Immer stärker identifizierte sich die Bevölkerung mit dem Lied und daran konnte auch der Ausgang des Ersten Weltkrieges nichts ändern. Dass Sav' und Drav' nun zu Jugoslawien gehörten, schien niemanden zu stören, wurde eine Adaptierung des Textes doch abgelehnt. Die politischen Instanzen trugen der Euphorie des Volkes für dieses Lied, das 1925 erstmals als "Dachsteinlied" bezeichnet wurde, Rechnung und erhoben es 1929 zum steirischen Heimat- und Nationallied.
Landeshymne - Text Dachsteinlied

Hoch vom Dachstein an, wo der Aar noch haust,
bis zum Wendenland am Bett der Sav',
und vom Alptal an, das die Mürz durchbraust,
bis ins Rebenland im Tal der Drav':

Dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes, teures Heimatland,
dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes, teures Heimatland!

Wo die Gämse keck von der Felswand springt
und der Jäger kühn sein Leben wagt;
wo die Sennerin frohe Jodler singt
am Gebirg', das hoch in Wolken ragt:

Dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes, teures Heimatland,
dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes, teures Heimatland!

Wo die Kohlenglut und des Hammers Kraft,
starker Hände Fleiß das Eisen zeugt;
wo noch Eichen steh'n, voll und grün von Saft
die kein Sturmwind je noch hat gebeugt:

Dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes, teures Heimatland,
dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes, teures Heimatland!

Wo sich lieblich groß eine Stadt erhebt
hart am Atlasband der grünen Mur,
wo ein Geist der Kunst und des Wissens lebt,
dort im hehren Tempel der Natur:

Dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes, teures Heimatland,
dieses schöne Land ist der Steirer Land,
ist mein liebes, teures Heimatland!
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1843 besaß Liezen bereits ein Postamt, eine Finanzwache, eine Straßenbaukommission (heute etwa die Baubezirksleitung Liezen), ein Physikat (Amtsarzt) und ein Bezirkskommissariat.
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